Catch pre-market movers with AI signals.
US-Aktien sinken, während der Preis von Brent nahe 100 Dollar kommt – Die AI-Revolution beeinträchtigt die Softwarebranche.
Dow fällt um 628 Punkte – der Ölpreissprung lässt die Risiken bezüglich der Zinsen wieder auftauchen.
Die US-Aktienmärkte schlossen am Dienstag im Minus. Der steigende Ölpreis sowie die hohen Zinsen auf den Staatsanleihen verstärkten die Inflation- und Zinssorgen. Gleichzeitig vergrößerte sich der Unterschied zwischen denjenigen, die durch KI profitieren, und denen, die darunter leiden, was die Technologiehandel plötzlich verändert hat. Der Dow Jones Industrial Average fiel um 628,18 Punkte oder 1,18% auf 52.786,10 Punkte. Der S&P 500 fiel um 45,11 Punkte oder 0,58% auf 7.673,49 Punkte. Der Nasdaq Composite fiel um 85,58 Punkte oder 0,32% auf 26.421,40 Punkte.
Das Öl unterstützte den am Tag am stärkstenen Druck auf den Markt. Der Brent-Kreuzölpreis stieg um 2,10 Dollar oder 2,18% auf 98,38 Dollar pro Barrel. Dies geschah, weil der Iran die Angriffe der Houthi gegen saudische Energieanlagen unterstützt hat – was Bedenken hinsichtlich einer möglichen Versorgungsstörung im Nahen Osten verstärkt hat. Gleichzeitig blieben die Spannungen rund um die Hormuz-Straße hoch.
Der entstehende Inflationsrisiko ist wichtig – schließlich sind die Zinsen der Staatsanleihen bereits hoch. Am Dienstag lag die 10-Jahreszinsen bei etwa 4,8%. Diese hohen Zinssätze führen dazu, dass die Finanzierungskosten für Unternehmen steigen und Anleihen immer wettbewerbsfähiger gegenüber Aktien werden. Die Kombination aus teuren Energiepreisen und hohen Zinsen ist besonders problematisch vor den Inflationsdaten am Freitag sowie der Entscheidung der Federal Reserve nächste Woche.
Die Technologie zeigte eine komplexere Situation. Die Aktien von Softwareunternehmen wie Salesforce, ServiceNow und Intuit fielen, da das neueste Modell von OpenAI Bedenken hervorrief, dass Generative KI direkt mit spezialisierten Softwareprodukten konkurrieren könnte. Die Aktien von Halbleiterunternehmen bewegten sich hingegen in entgegengesetzter Richtung.
Qualcomm machte einen Sprung nach der Ankündigung eines mehrere Generationen umfassenden maßgeschneiderten Chips.Partnerschaft mit Amazon.Das Abkommen könnte bis zu 60 Milliarden Dollar an AI-Datazentrum-Chips und damit verbundenen Produkten umfassen. Amazon erhielt außerdem Wertpapiere für 25 Millionen Qualcomm-Aktien zum Preis von 161,26 Dollar pro Aktie. Die Unternehmen werden auch Verbindungsprodukte für die AI-Infrastruktur entwickeln.
Das könnte erklären, warum der für Technologie besetzte Nasdaq nur 0,32% verlor – deutlich besser als der Dow, der 1,18% verlor. Die Investoren unterscheiden zunehmend zwischen Unternehmen, die durch die AI-Disruption bedroht sind, und jenen, die die Infrastruktur dafür liefern.
Apple hat noch einen weiteren Faktor hinzugefügt. Die Aktienkurse sank vor dem Ausbruch der Krise.iPhone-Event am MittwochDas wird die erste wichtige Produktpräsentation unter dem neuen CEO John Ternus sein. Die Erwartungen liegen auf Apples ersten faltbaren iPhone. Doch die Preise könnten wichtiger sein als das Hardware-Produkt selbst – schließlich belasten steigende Kosten für Speicher und Komponenten die Gewinne. Auch der Aktienkurs von Apple ist vor dem Event gesunken, anstatt zu steigen – das könnte dazu führen, dass die übliche Strategie „die Neuigkeiten verkaufen“ nicht mehr funktioniert.
In der Zwischenzeit fiel der Goldpreis um 63,10 Dollar, oder 1,41 %, auf 4.413,50 Dollar. Dies entspricht dem Druck durch höhere Renditen. Der VIX-Wert stieg hingegen nur um 0,17 Punkte, oder 1,11 %, auf 15,47. Die relativ niedrige Volatilität deutet darauf hin, dass der Rückgang am Dienstag eher eine geordnete Preisjustierung war – und keine massive Abflucht vor Risiken.
Der nächste wichtige Test findet am Donnerstag und Freitag statt – mit den Inflationsberichten. Da der Ölpreis nahe 100 Dollar liegt und die Zinsen von der Federal Reserve auf einem mehrjährigen Höchststand sind, könnte eine weiterhin hohe Inflationsrate die Erwartungen bezüglich einer strengeren Geldpolitik der Federal Reserve verstärken. Zudem wird getestet werden, ob das Optimismus bezüglich der Einnahmen durch KI-gestützte Technologien weiterhin ausreicht, um die steigenden Kosten des Kapitals auszugleichen.
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Adam Shapiro ist ein dreifach Emmy-Preisträger, ehemaliger Nachrichtensprecher bei Fernsehsendern und Gründer der Multimediaproduktionsfirma TALKENOMICS. Bei AInvest entwickelte und startete er die Video-Podcast-Serie Capital & Power – eine Serie, die dazu dient, die Interaktion mit den Zuschauern zu fördern und eine führende Position im Bereich der Meinungsbildung zu schaffen. Zudem produzierte er auch Original-Live-Streams, Finanzartikel und Videos, die sich an Investoren richteten. Vorher war Shapiro als Nachrichtenkorrespondent bei FOX Business tätig. Dort gründete er das Büro von FOX Business in Washington, D.C., berichtete aus dem Weißen Haus, vom Capitol Hill und von der Federal Reserve sowie führte exklusive Interviews mit einflussreichen Persönlichkeiten durch. Seine Berichte trugen dazu bei, dass FOX Business zum meistgesehenen Geschäftssender im Fernsehen wurde. Gleichzeitig zogen die Videos aus seiner Serie Talkenomics Tausende von Zuschauern pro Episode an – durch tiefschürfige Gespräche mit Politikern, Ökonomen und Denkern. Bei Yahoo Finance spielte er eine wichtige Rolle dabei, die digitale Programmgestaltung auf acht Stunden Live-Finanznachrichten auszuweiten. Dadurch stieg die Besucherzahl von 68 Millionen auf 104 Millionen monatliche Besucher und die Werbeeinnahmen von Null auf über 50 Millionen Dollar pro Jahr. Yahoo Finance profitiert weiterhin von der Glaubwürdigkeit der exklusiven Interviews mit dem ehemaligen Präsidenten Donald Trump sowie zahlreichen CEOs von Fortune-500-Unternehmen.


