Catch pre-market movers with AI signals.
SPY stabilisiert sich, aber QQQ fehlt noch an einer führenden Position.
Das große Umfeld bleibt durch einen Markt definiert, der die individuellen Unternehmensgeschichten außer Acht lässt und darauf achtet, ob die wachstumsanfälligen Vermögenswerte nach einem starken Rückgang in der späten Phase wieder an Bedeutung gewinnen können. Apples Produkterlebnis im September – einschließlich Erwartungen bezüglich eines faltbaren iPhones, einer neuen Uhrenlinie sowie weiteren Softwarelösungen im Bereich KI – ist weniger wichtig für den Hardwarezyklus selbst, sondern eher dafür, ob die großen Technologieunternehmen in der Lage sind, ihre Premiumpreise bis zum Ende des Jahres aufrechtzuerhalten. Auf Indexebene hat sich die Stimmung von den tiefsten Niveaus erholt, doch die Überzeugungskraft ist noch nicht vollständig wiederhergestellt. Die jüngste Abwertung der Aktienmärkte war ausreichend, um die Positionen neu zu setzen, aber nicht ausreichend, um das mittelfristige Risikopräferenzsystem zu unterbrechen. Dadurch befinden sich die Märkte in einer Phase der Erholung, in der die Führungsrolle der großen Technologieunternehmen entscheidend ist. Vor diesem Hintergrund wirken die Aktien stabil, die Kryptowährungen versuchen, ihr Risiko zu verbessern, und Gold erhält nicht mehr die gleiche Dringlichkeit bei defensiven Einzahlungen.

Die Preisstruktur von SPY über einen Zeitraum von 30 Tagen zeigt weiterhin eine Abwärts- bis Aufwärts-Bewegung. Dadurch bleibt die kurzfristige Entwicklung vorsichtig – trotz des Anstiegs von 729,46 auf 740,86 in der letzten Sitzung. Das Wichtigste ist, dass der ETF immer noch deutlich über seinem 30-Tage-Unterstützungspunkt von 729,10 liegt – doch immer noch deutlich unter dem Widerstandspunkt von 779,37. Das bedeutet, dass es sich um eine Stabilisierung innerhalb eines beschädigten Bereichs handelt, nicht um einen klaren Aufwärtstrend. Die Bewegungsmittel sind zwar positiv, aber die Kompression zwischen den Bewegungsmitteln MA(7) und MA(10) deutet darauf hin, dass es sich noch um eine frühe Phase der Stabilisierung handelt, keine vollständige Entwicklung eines langfristigen Aufwärtstrends. Der RSI von 51,36 befindet sich in der mittleren Zone – was historisch gesehen mit Märkten übereinstimmt, die nach Panikverkäufen weiterhin ansteigen können – allerdings ohne die Dynamik, die typischerweise mit einem anhaltenden Aufwärtstrend verbunden ist. In der kurzen Zukunft scheint SPY eher zu einer Stabilisierung zu tendieren, vorausgesetzt, der Unterstützungspunkt von 729 bleibt erhalten.
QQQ zeigt ein ähnliches Muster – allerdings mit etwas stärkeren Wiederaufschlägen. Die 30-Tage-Sequenz weist weiterhin eine „niedrige Höhe“ auf; der Rückgang von 732,07 auf 661,73 zeigt einen deutlichen Trendbruch vor der letzten Erholung auf 675,49. Die Durchschnittslinien sind jedoch sauberer als bei SPY: Die MA(3) liegt bei 718,33, was über der MA(7) von 715,01 und der MA(10) von 714,83 ist. Das deutet auf eine verbesserte Kurzfristigkeit im Wachstumsprozess hin. Der RSI liegt bei 53,19 – das ist ebenfalls moderat und etwas höher als bei SPY. Das bedeutet, dass der Nasdaq 100 wieder an Stärke gewinnt. Dennoch bleibt QQQ unter dem 30-Tage-Widerstand von 734,58 und nur leicht über dem Unterstützungsbereich von 661,14. Die Situation ist also noch eher eine Wiederaufschlag-Situation, nicht eine Bestätigung einer führenden Position. Im Vergleich zum S&P 500 ist der Nasdaq 100 noch nicht entscheidend führend – aber es ist die wahrscheinlichste Folge, wenn die großen Technologieunternehmen ihre Optimismus bezüglich des Produktzyklus sowie ihre Begeisterung für KI in eine erneute Preisführung umwandeln können.
Zusammengefasst ist die allgemeine Marktsituation eher optimistisch, aber nicht direkt positiv. Sowohl der SPY als auch der QQQ haben sich von den starken negativen Entwicklungen erholt. Ihre kurzen Mittelwerte sind nun positiv. Doch keiner der Indizes hat den Schaden, der im 30-Tage-Muster verankert ist, beseitigt. Das deutet darauf hin, dass weiterhin eine positive Entwicklung möglich ist – allerdings wahrscheinlich durch eine mehr unruhige Konzentrationsphase, anstatt einer geradlinigen Aufwärtsbewegung. Der Markt stabilisiert sich, doch es gibt noch keine klare Trendbewegung.
Bitcoin, gemessen an der Kursbewegung von IBIT, zeigt eine deutlich stärkere Abweichung von den Aktienmärkten als der Durchschnitt. Die 30-tägige Kursentwicklung zeigt eine konstante Senkung des Höchstwertes und des Tiefstwertes – die Preise fielen von 46,35 auf einen Tiefstwert von etwa 35,63, bevor sie wieder auf ca. 36,14 stabilisierten. Das bleibt also eine negative Tendenz innerhalb des Vergleichszeitraums. Allerdings ist die Struktur der mittleren Schwankungen deutlich stärker als das ursprüngliche Kursmuster vermuten lässt: Die MA(3) liegt bei 45,32, über der MA(7) bei 44,58 sowie der MA(10) bei 44,66. Der RSI liegt bei 62,80 – das ist der höchste Wert unter den wichtigsten Risikoprodukten. Diese Kombination bedeutet, dass die Kursbewegung von den niedrigen Niveaus aus wieder an Fahrt gewinnt – auch wenn die größere Trendrichtung noch nicht vollständig umgekehrt ist. Im Vergleich zu QQQ versucht Bitcoin, sich in derselben Richtung wie die Wachstumaktien zu erholen – aber von einer schwächeren technischen Grundlage aus. In Bezug auf den Spot-Preis von Bitcoin bleibt das psychologische Niveau von 80K, 90K und schließlich 100K relevant. Die aktuelle Situation spricht nicht dafür, dass diese Schwellenwerte bald getestet werden könnten. Vielmehr deutet sie darauf hin, dass der Markt seine Grundlagen neu aufbaut, bevor es wieder zu einem neuen Anstieg dieser wichtigen Sentimentmarken kommt.
Gold’s Signal ist aus taktischer Sicht weniger überzeugend. Der RSI von GLD liegt bei 47,72 – das ist ein neutraler Wert, der weit über dem „Oversold“-Niveau unter 30 liegt. Es handelt sich also nicht um ein extremes Überbewertungsniveau über 90, das auf eine Erschöpfung des Marktes hindeutet. Was wichtiger ist: Das Preisverhalten zeigt, dass GLD nachdem es im Zeitraum 428,07 erreicht hatte, stark auf 369,37 gefallen ist. Das deutet auf eine signifikante Abnahme der defensiven Nachfrage hin. Die letzte Zeit, in der der RSI auf einem mittleren Niveau lag, war während der Konzolidierungsphasen innerhalb dieses 30-Tage-Rhythmus. In solchen Phasen herrschte eher Rangehandel als eine Fortsetzung des Trends. Im Grunde genommen hat Gold weiterhin Unterstützung durch die Erwartungen bezüglich mittelfristiger Zinssenkungen, die leichte Schwäche des Dollars sowie die anhaltende Nachfrage seitens der Zentralbanken. Doch in kurzen Zeiträumen deutet das Verlusten des Aufwärtswindes darauf hin, dass der Markt nicht mehr dazu veranlasst wird, aggressiv nach Schutzmöglichkeiten zu suchen. Taktisch gesehen sollte man daher nur bei tieferen Schwankungen kaufen, und nicht bei aktuellen Niveaus.
Die Schlussfolgerung ist einfach: Die Aktienmärkte befinden sich in einer Stabilisierungsphase. SPY und QQQ zeigen beide eine Verbesserung der Kurzfriststimmung – doch es fehlt noch an der strukturellen Stärke, um eine weitere steigende Tendenz anzuerkennen. Deshalb sollte man seine Positionen in den nächsten Zeiträumen eher auf selektive Aktien setzen – insbesondere, wenn die Technologiebranche wieder an Bedeutung gewinnt. Kryptowährungen sind hingegen eher spekulativ: Die Trendstimmung hat sich verbessert, aber der negative Ausgangspunkt bedeutet, dass Geduld erforderlich ist, bevor man das Wiederanstieg als dauerhaft ansehen kann. Gold hingegen hat seinen Platz als Verteidigungsmittel verloren – es ist also weniger wichtig als Reserven, außer wenn die Makroauswirkungen wieder zunehmen. Für Investoren ist es daher ratsam, diszipliert vorzugehen, anstatt aggressiv zu handeln: Man sollte Aktien bei Rücksprüngen bevorzugen, die Beteiligung an Kryptowährungen nur taktisch nutzen, bis die Trendverhältnisse klarer werden, und Gold als Reservevermögen betrachten, um es bei Schwächen anzuhäufen, anstatt es zu verfolgen. Die Unterstützungspunkte bei 729 für SPY und 661 für QQQ sind entscheidend für die aktuelle positive Sichtweise.
Die „Market Watch“-kolumne bietet eine ausführliche Analyse der Schwankungen des Aktienmarktes sowie der Expertenbewertungen.



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