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Nvidias Lil Bros sind in die Knie gegangen: Warum CoreWeave, Nebius und AI-Aktien fallen
Nvidia ist immer noch der König des AI-Boom, aber viele ihrer „kleinen Brüder“ werden unterlegen.
Obwohl Nvidia weiterhin relativ stark ist, haben mehrere Unternehmen, die eng mit Nvidias KI-Ökosystem verbunden sind, enorme Verluste erlitten. CoreWeave, Nebius, IREN, Super Micro, Coherent und Lumentum haben alle stark an Wert verloren – einige haben sogar mehr als 50 Prozent ihres Werts verloren. Dieser Verkaufsschock stellt eine große Frage: Wenn die KI-Technologie weiterhin wächst, warum fallen dann so viele KI-verwandte Aktien?
Die Investoren fragen nicht mehr, ob die KI weiterhin wachsen wird. Sie fragen vielmehr, wer tatsächlich Geld daraus machen kann. Nvidia verkauft die Chips, mit denen die KI funktioniert. Ihre Kunden zahlen Milliarden für GPUs, und Nvidia erhält sofort die Gewinne. Doch viele Unternehmen rund um Nvidia müssen zuerst Milliarden in Datazentren, Strom, Servern und Infrastruktur investieren. Es dauern Jahre, bis diese Investitionen zu Gewinnen führen. Deshalb hat Nvidia besser überstanden, während viele ihrer „kleinen Konkurrenten“ stark getroffen wurden.
Nvidia bekommt zuerst bezahlt. Ihre „Lil Bros“ müssen warten.
Während der ersten Welle des AI-Boom profitierten fast alle Unternehmen, die mit Nvidia verbunden waren. Die Investoren glaubten, dass solange die Ausgaben für AI anhalten würden, jeder Teil des Ökosystems Gewinn daraus ziehen würde.
Das führte dazu, dass viele Aktien von Unternehmen, die an der Entwicklung von KI-Infrastrukturen beteiligt sind, anstiegen. Unternehmen, die Data-Center bauen, Rechenleistung vermieten, Server verkaufen und Netzwerkausrüstungen anbieten, wurden alle Teil des KI-Marktes. Doch der Markt hat seine Meinung geändert. Nvidia befindet sich in einer besseren Position: Sie entwickelt die GPU, die fast alle großen KI-Unternehmen benötigen. Die Nachfrage nach diesen Chips bleibt außergewöhnlich hoch. Jeder neuer KI-Data-Center benötigt Nvidia-Hardware – das bedeutet, dass Nvidia die Nachfrage nach KI-Lösungen sofort in Einnahmen umwandeln kann.
Die Unternehmen rund um Nvidia haben es viel schwieriger. Nehmen wir CoreWeave als Beispiel: Das Unternehmen ist zu einem der engsten AI-Cloud-Partner von Nvidia geworden. Doch seine Geschäftstätigkeit erfordert enorme Investitionen – es muss GPU kaufen, Datazentren bauen und genügend Strom sichern, bevor es Gewinne erzielen kann. Dasselbe Problem besteht auch für Nebius und IREN. Ihre langfristigen Möglichkeiten sind riesig, aber die Investoren fragen sich, wie viel Geld sie tatsächlich ausgeben müssen, damit diese Unternehmen wirklich profitabel werden. Mit anderen Worten: Nvidia verkauft die Werkzeuge und Geräte – ihre „Kleinen Brüder“ müssen noch den Berg abbauen.
Der Aufschwung der KI-Infrastruktur wird getestet.
Der jünge Rückgang der Aktienkurse im Bereich des Nvidia-Ökosystems bedeutet nicht, dass die Nachfrage nach KI-Technologien nachlässt. Microsoft, Google, Amazon und Meta investieren weiterhin viel in die Entwicklung von KI-Infrastrukturen – und die Nachfrage nach Nvidias Chips bleibt hoch.
Der Markt konzentriert sich nicht mehr nur darauf, wie groß die KI in der Zukunft werden kann. Heute geht es darum, ob diese Unternehmen genug Gewinne erzielen können, um die Milliarden, die sie heute ausgeben, zu rechtfertigen. Diese Veränderung trifft die Unternehmen mit viel Kapital am härtesten. CoreWeave, Nebius und IREN könnten zwar weiterhin von der langfristigen Entwicklung der KI profitieren – doch Investoren sind vorsichtiger gegenüber Unternehmen, die große Ausgaben tätigen müssen, bevor sie rentabel werden.
Während der frühen AI-Bewegung profitierten fast alle Unternehmen, die mit Nvidia verbunden waren. Eine Partnerschaft oder eine AI-spezifische Nachricht reichte oft aus, um die Aktienkurse anzukurbeln. Das hat sich geändert. Investoren bewerten jetzt die Unternehmen nach ihrer Fähigkeit, echte Gewinne zu erzielen. Unternehmen wie Nvidia, Microsoft, Google und TSMC haben bereits starke Cashflows und profitabile Geschäfte – dadurch können sie viel investieren, ohne extreme Risiken einzugehen. Doch viele Unternehmen im Bereich der AI-Infrastruktur sind von zukünftigen Wachstumsaussichten abhängig. Dadurch sind sie bei Veränderungen des Marktumfangs viel anfälliger. Die Lehre aus den jüngsten Entwicklungen ist einfach: Es reicht nicht mehr aus, Teil des Nvidia-Ökosystems zu sein. Investoren wollen nun wissen, ob diese Unternehmen ihre AI-Ausgaben in tatsächliche Gewinne umwandeln können.
Nvidias Ökosystem wird in Gewinner und Verlierer geteilt
Während der frühen AI-Boom-Phase profitierten fast alle Unternehmen, die mit Nvidia zusammenarbeiteten. Eine Partnerschaftskündigung oder eine Artikel über AI war oft ausreichend, um die Aktienkurse zu steigen zu lassen. Das hat sich jetzt geändert: Investoren unterscheiden nun Unternehmen nach ihrer Fähigkeit, echte Gewinne zu erzielen.
Unternehmen wie Nvidia, Microsoft, Google und TSMC haben bereits starke Cashflows und profitabile Geschäfte – dadurch können sie großzügig in die KI-Entwicklung investieren, ohne zu große Risiken eingehen zu müssen. Doch viele Unternehmen im Bereich der KI-Infrastruktur sind von zukünftigen Wachstumsprognosen abhängig. Dadurch sind sie viel anfälliger für Marktveränderungen. Die Lehre aus den jüngsten Verkaufsaktionen ist einfach: Es reicht nicht mehr aus, Teil des Ökosystems von Nvidia zu sein. Investoren wollen nun wissen, ob diese Unternehmen ihre KI-Ausgaben in tatsächliche Gewinne umwandeln können.
Tianhao Xu ist derzeit Finanzinhaltsredakteur und beschäftigt sich mit FinTech und Marktanalysen. Zuvor arbeitete er einige Jahre lang als Fulltime-Forex-Trader, wobei er sich auf den Handel mit globalen Währungen sowie die Risikomanagement spezialisierte. Er hat einen Master-Abschluss in Finanzanalyse.


