Die 30 Milliarden US-Dollar schweren Kaufaktion von BTC durch MicroStrategy: Ein Liquiditätsstresstest

Generiert vonPenny McCormerÜberprüft vonThe Newsroom
2026.05.08 Freitag 12:09 UND2 Min. Lesezeit
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Das Ziel ist klar: MicroStrategy möchte die Produkte kaufen.Im Jahr 2026 wird es wohl etwa 30 Milliarden Dollar an Bitcoins geben.Dies würde die jährlichen Ausgaben in Höhe von 22 Milliarden BTC in den Jahren 2024 und 2025 beschleunigen. Um diesen Wachstumstrend zu finanzieren, muss das Unternehmen etwa…22 Milliarden neuer Kapitalmittel in den nächsten zwei Jahren.

Diese Kapitalanforderung ist der Kern des Liquiditätsstresstests. Das Unternehmen muss etwa 6.158 BTC pro Woche einsetzen, um bis zum Jahresende das Ziel von 1 Million BTC zu erreichen. Die Methode, mit der dieses Geld beschafft werden kann, entwickelt sich weiter. Obwohl die Ausgabe von Aktien durch den MSTR-Überziehgewinn bisher eine wichtige Rolle spielte, greift das Unternehmen nun auf ein neues, kosteneffizienteres Mittel zurück: seine STRC-perpetuellen Vorzugsaktien.

STRC ist als spezielles Finanzierungsinstrument konzipiert. Das Unternehmen nutzt ein Programm, bei dem neue Aktien zum Marktpreis verkauft werden. Der Erlös fließt direkt in den Kauf von Bitcoin. Diese Struktur ermöglicht es MicroStrategy, auf einen anderen Pool von Investoren zuzugreifen – also auf diejenigen, die Renditen suchen – und gleichzeitig den Aktienwert zu erhalten. Der Erfolg des Modells hängt davon ab, dass die Investoren weiterhin Vertrauen in die Dividenden von STRC sowie in die Bitcoin-Vorräte haben.

Bilanzspannung: Unerfüllte Verluste und Finanzierung

Die aggressiven Kaufaktivitäten des Unternehmens haben zu erheblichen Verlusten auf dem Papier geführt. Bis zum Ende des ersten Quartals hatte MicroStrategy…Die Vermögenswerte in Form von 818.334 BTC wurden zu einem Durchschnittskosten von etwa 75.500 US-Dollar pro Coin angehäuft.Wenn der Handel mit Bitcoin unter diesem Niveau liegt, hat das Unternehmen dabei einen Verlust erlitten.14,5 Milliarden unbetrauertes VerlustIm ersten Quartal gab es einen direkten Schaden für die gemeldeten Eigenmittel des Unternehmens.

Um seine neueste Kaufaktion zu finanzieren, nutzt das Unternehmen die Kapitalmärkte. Die Investitionen in Höhe von 330 Millionen Dollar zwischen dem 1. und 5. April wurden durch den Verkauf sowohl von Aktien als auch von STRC-Primäraktien finanziert. Auf diese Weise kann das Unternehmen Geld beschaffen – indem es Aktien verkauft und gleichzeitig Primäraktien ausgibt. Dadurch wird die Dampfung der Anteile vermieden. Zudem wird durch die Ausgabe von Primäraktien ein fester Dividend ausgezahlt – was wiederum die Notwendigkeit unterstreicht, weiterhin Käufe durchzuführen.

Die wichtigste Veränderung betrifft die Strategie der Firma. CEO Phong Le sagte, dass das Unternehmen in Betracht ziehen würde, Bitcoin zu verkaufen, um damit Schulden zu bezahlen – sofern dies zu einer höheren Gewinnmarge pro Aktie führt. Dies markiert eine deutliche Abkehr von der Prämisse „Nie verkaufen“. Damit wird die Verwaltung des Bilanzstandes nun vor der reinen Ansammlung von Vermögenswerten geordnet.

Liquidity-Beschränkungen: Das 3,9%-ige Lieferbeschränkung

Die derzeitigen Vermögenswerte von MicroStrategy818.334 BTCDiese Mengen stellen etwa 3,9 Prozent der gesamten Bitcoin-Lieferung dar. Diese Größenordnung schafft eine grundlegende Limitierung bezüglich der Liquidität. Analysten warnen davor, dass selbst ein kleiner Teil dieser Reserven verkauft werden könnte – dies könnte zu erheblichen Preisverfalls führen, aufgrund der begrenzten Marktdynamik. Ein einzelner Verkauf von 500 BTC auf einigen Börsen kann bereits zu einem Preisverfall von 2–4 Prozent führen. Dieses Risiko wird umso größer, wenn es sich um eine solch große Menge handelt.

Die wichtigste Frage bezüglich der Bewertung von Strategy ist nun, ob die Marktteilnehmer Strategy als ein „leveraged Bitcoin-vehikel“ betrachten werden – oder als ein traditionelles Unternehmen. Diese Unterscheidung ist entscheidend. Wenn Investoren die Aktien als Indikator für den Kurs von BTC betrachten, dann erhalten sie einen Preisaufschlag für ihre Anlagen. Falls sie Strategy jedoch als traditionelles Unternehmen betrachten, dann wirken die enormen nicht realisierten Verluste sowie die unflüssige Vermögensbasis negativ auf den Wert der Aktien. Der aktuelle Unternehmenswert von Strategy beträgt 57 Milliarden US-Dollar – das bedeutet natürlich einen Preisaufschlag. Doch der Marktkapitalisierungswert von Strategy liegt bei 40 Milliarden US-Dollar – also unter dem eigentlichen Nettovermögen des Unternehmens.

Die jüngste Entscheidung des Unternehmens, seine Finanzierung über die STRC-Preferred-Stücke zu organisieren, ist eine direkte Reaktion auf diese Spannungen. Indem das Unternehmen Kapital ausnutzt, das auf Erträge ausgerichtet ist und nicht auf normale Eigenkapitalquellen zurückgreift, möchte MicroStrategy seine BTC-Reserven erhalten bleiben – gleichzeitig soll der Bilanzstand verbessert werden. Der Erfolg dieser Strategie hängt davon ab, dass die Investoren weiterhin Vertrauen in die Dividenden der STRC sowie in die zugrunde liegenden Bitcoin-Reserven haben. Dabei muss das Unternehmen auch den ständigen Liquiditätsrisiken seiner riesigen Position gegenüberstehen.

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