Catch pre-market movers with AI signals.
HOOD, COIN und MSTR-Ergebnisse: Drei unterschiedliche Geschichten bezüglich der Kryptowährungsaktien
Zusammenfassung
Robinhood, Coinbase und Strategy haben diese Woche ihre Ergebnisse für das zweite Quartal bekannt gegeben. Doch ihre Ergebnisse zeigten drei völlig unterschiedliche Geschäftsmodelle.
Robinhood erzielte die beste operative Leistung – der Wachstum im Bereich Aktien, Optionen und Prognosemärkte überwog den schwächeren Krypto-Handel. Coinbase hingegen erzielte die schlechteste Leistung: Sowohl die Umsätze aus dem Handel als auch die Umsätze durch Abonnements verkürzten sich. Strategy erzielte einen enormen Verlust.
Robinhood: Starke Wachstumsentwicklung außerhalb von Krypto-Investitionen
Robinhood erzielte Rekordumsätze von 1,31 Milliarden Dollar – ein Anstieg von 32 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Das Nettoergebnis stieg auf 573 Millionen Dollar, während die diluierten Gewinne pro Aktie 0,62 Dollar betrugen.
Der stärkste Wachstumsschub des Unternehmens kam aus dem Bereich der Kryptowährungen. Die Einnahmen aus Aktienhandel stiegen um 95 %, während die Einnahmen aus den Marktpreisanalyse-Dienstleistungen mehr als das Zehnfache anstiegen. Diese Ergebnisse halfen dabei, den Rückgang der Einnahmen aus Kryptowährungstransaktionen um 38 % auszugleichen.
Robinhood meldete außerdem starke Netto-Einlagen, höhere Plattformvermögen sowie weiterhin ein Wachstum bei den Abonnenten der Gold-Service.
Die Ergebnisse zeigen, dass Robinhood nicht mehr nur eine Kryptowährungstrading-Plattform ist. Die umfassendere Auswahl an Aktien, Optionen, Abonnements und Prognosemärkten bietet Robinhood mehr Schutz, wenn die Kryptowährungenchwache werden.
Allerdings war die Reaktion der Anleger begrenzt – schließlich hatten die Investoren den starken Wachstumspotenzial bereits berücksichtigt und waren weiterhin besorgt wegen der Bewertung der Unternehmen.
Coinbase: Schwächen im gesamten Geschäftsbereich
Coinbase meldete Einnahmen von etwa 1,22 Milliarden US-Dollar – ein Rückgang von 19 Prozent gegenüber dem Vorjahr und unter den Erwartungen. Das Unternehmen erzielte einen Nettogewinn von etwa 360 Millionen US-Dollar. Gleichzeitig fiel der Aktienkurs nach dem Handelsschluss.
Die Umsätze durch Transaktionen sind zurückgegangen – schließlich führten niedrigere Kryptowährungspreise sowie geringere Handelsvolumina dazu, dass die Investorenanwendung zurückging. Noch wichtiger ist jedoch, dass auch die Umsätze aus Abonnement- und Dienstleistungen gesunken sind.
Das ist ein negatives Zeichen – denn Coinbase hat jahrelang versucht, seine Abhängigkeit von Handelsgebühren durch Stablecoins, Custody-Serviceleistungen und andere wiederkehrende Dienstleistungen zu verringern. Der Rückgang in diesen Bereichen deutet darauf hin, dass das Unternehmen weiterhin stark von den Bedingungen auf dem Kryptomarkt abhängig ist.
Coinbase expandiert in Richtung Aktien, Derivate, Zahlungsmittel und Prognosemärkte. Doch diese Geschäfte sind noch nicht groß genug, um die Schwächen im Kryptohandel vollständig auszugleichen.
Unter den drei Unternehmen war Coinbase das mit dem schwächsten Quartal.
Strategie: Eine enorme Verlustsituation, die durch Bitcoin verursacht wird.
Die Strategie erzielte einen Nettogewinn von mehr als 8 Milliarden Dollar. Der Großteil des Verlusts entstand durch den nicht realisierten Rückgang des Wertes der Bitcoin-Anteile des Unternehmens. Nach der fairen-Wert-Rechnungsführung beeinflussen die Preisbewegungen von Bitcoin direkt die Gewinne von Strategy.
Die Umsätze mit Software waren relativ stabil. Doch der Softwaresektor spielt heute nur noch eine kleine Rolle bei der Bewertung des Unternehmens durch die Investoren.
Die Strategie besitzt mehr als 840.000 Bitcoins – dadurch ist der Aktienkurs eng mit den Preisen von Bitcoin verbunden. Daher konzentrieren sich Investoren weniger auf das Quartals-EPS, sondern eher auf die Entwicklung von Bitcoin, die Schulden des Unternehmens, die Finanzierungskosten sowie die Fähigkeit des Unternehmens, weiterhin Kapital zu erhalten.
Die relativ geringe Reaktion des Aktiensystems zeigte, dass die Marktteilnehmer bereits mit einem großen Buchgewinnverlust gerechnet hatten.
Schlussfolgerung
Robinhood meldete den besten Quartalsergebnis – schließlich hat das Unternehmen bedeutende Geschäfte außerhalb des Krypto-Sektors aufgebaut. Coinbase wiederum meldete die schlechtesten Ergebnisse – die geringere Krypto-aktivität beeinträchtigte sowohl die Handelsumsätze als auch die Einnahmen aus Abonnements. Strategy hingegen erzielte den größten Verlust – doch dieses Ergebnis spiegelte hauptsächlich die Bewegungen des Bitcoin-Kurses wider.
Diese drei Angebote sollten nicht gleich behandelt werden. Robinhood wird zu einer umfassenderen Finanzplattform – Coinbase bleibt hingegen eine Plattform für den direkten Handel mit Kryptowährungen – und Strategy ist im Grunde eine Art investition in Bitcoin mit Hebelwirkung.
Während einer Krypto-Recovery können alle drei Seiten davon profitieren. In Zeiten des Abschwungs hat Robinhood derzeit die beste Absicherung – schließlich ist ihr Umsatz am vielfältigsten gestreut.
Tianhao Xu ist derzeit Finanzinhaltsredakteur, der sich auf FinTech und Marktanalysen spezialisiert hat. Zuvor arbeitete er mehrere Jahre als Full-Time-Forex-Trader, wobei er sich auf den Handel mit globalen Währungen und die Risikomanagement konzentrierte. Er hat einen Master-Abschluss in Finanzanalyse.



