Das EU-Sanktionpaket richtet sich gegen 1.600 russische Unternehmen im Kryptowährungssektor – mit entsprechenden Beschränkungen.

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2026.08.30 Sonntag 08:27 UND2 Min. Lesezeit
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  • Die EU hat ihr 20. Sanktionspaket gegen Russland verabschiedet. Dabei wurden die Beschränkungen für Banken aus Drittstaaten, Zahlungsdienstleister und Kryptowährungen erheblich erweitert.Schließende Umgehungswege.
  • Das 21. Sanktionspaket umfasst eine Reihe von Maßnahmen.Verbot der russischen EigentumsrechteDie Rolle von Governance-Funktionen in crypto-Unternehmen in der EU beginnt ab August 2026.
  • Diese Maßnahmen verlangen eine Bankstandardkonformität sowie eine entsprechende Governance für Anbieter von Kryptowährungdienstleistungen – so dass diese Anbieter den Vorgaben traditioneller Finanzinstitutionen entsprechen.
  • Transaktionen mit elf bestimmten Drittlandplattformen, die als Mittel zur Umgehung von Sanktionen verwendet werden, sind nun blockiert.
  • Die Ziele der Änderung sind die Vermeidung von Transaktionen mit Unternehmen, die das russische SPFS-Messaging-System verwenden.

Die Europäische Union hat ihre wirtschaftliche Druckmittel gegen Russland durch zwei gleichzeitige Sanktionspakete verstärkt. Diese Pakete verändern grundlegend die Regulierungsstruktur für digitale Vermögenswerte. Das 20. Sanktionspaket markiert eine signifikante Veränderung in der Umsetzung dieser Maßnahmen. Es konzentriert sich stark auf Maßnahmen gegen das Umgehen dieser Regeln – insbesondere im Bereich der Finanzdienste und Kryptowährungen. Diese Herangehensweise betrachtet Kryptowährungen als hohe Risikofaktoren. Daher müssen die Anbieter von Dienstleistungen mit Kryptowährungen strenge Kontrollmaßnahmen umsetzen, die bisher für traditionelle Banken vorgesehen waren.

Wie versucht die EU, die Umgehung von Kryptowährungen zu unterbinden?

Das 20. Sanktionspaket sieht Verbote für Transaktionen mit russischen Krypto-Asset-Anbietern sowie dezentralen Plattformen vor. Zu den speziellen Verbotsbereichen gehören der RUBx-Stablecoin, der Digital Rouble und der Kyrgyzstani-Exchange TengriCoin – letzterer beherbergte den von der russischen Regierung unterstützten Stablecoin A7A5. Das Paket betrifft außerdem 20 weitere russische Banken. Damit erhöht sich die Gesamtzahl der sanktionierten russischen Banken auf 70.

Wichtig ist, dass dies das erste Mal ist, dass die EU Banken in Drittländern sanktioniert, die dazu beitragen, solche Maßnahmen zu umgehen oder das russische SPFS-Messaging-System zu nutzen. Die Maßnahmen verbieten Transaktionen mit Zahlungsagenten und Netzwerke, die es russischen Unternehmen ermöglichen, die traditionellen Bankkanäle zu umgehen. Diese Erweiterung schließt somit die Lücken, die es russischen Unternehmen ermöglichten, die nicht-EU-Finanzinfrastruktur zu nutzen, um die Beschränkungen zu umgehen.

Wie wirken sich diese Entwicklungen auf die Kryptounternehmen aus?

Das 21. Sanktionspaket verbietet eine umfassende Beteiligung russischer Unternehmen an der Leitung und Kontrolle von Kryptounternehmen in der EU ab dem 25. August 2026. Diese Beschränkung ist in Artikel 5b der Ratverordnung festgelegt. Sie ergänzt die vorherigen Maßnahmen und umfasst somit den gesamten Bereich der von MiCA regulierten Dienstleistungen. Die Unternehmen müssen daher die Aktionärslisten sowie die Angaben über die tatsächliche Eigentumsstruktur prüfen – anstatt sich ausschließlich auf die Überprüfung der Geschäftspartner zu verlassen.

Das Paket erweitert die Handelsverbote auf elf Unternehmen aus Drittstaaten – darunter HTX, EXMO und Rapira. Diese Plattformen werden in Anhang XLV aufgelistet. Sie dienen dazu, die Sanktionen der EU gegen Russland effektiv umzusetzen. Das größere Paket richtet sich auf vierzehn Kryptowährungsplattformen in sechs verschiedenen Ländern. Die Anwendung dieser Maßnahmen erfolgt zu unterschiedlichen Zeitpunkten, weshalb eine genaue Überwachung der Einhaltung der Vorschriften notwendig ist. Eine praktische Umsetzung dieser Vorschriften wird durch die Richtlinien von Kraken für seine irische Niederlassung gezeigt: Dort werden Eingänge auf die aufgelisteten Plattformen blockiert und Ausgänge abgelehnt.

Welche neuen Einhaltungspflichten bestehen für CASPs?

Die Umsetzung von Sanktionen hat sich auf finanzielle Aspekte konzentriert. Kryptowährungen werden nun als Hochrisiko-Elemente eingestuft. CASPs müssen nun Sanktionen auf Bankniveau umsetzen – die Verantwortung der leitenden Führungskräfte ist dabei eine wesentliche regulatorische Pflicht. Finanzinstitute und CASPs müssen ihre Screening-Listen aktualisieren, bestehende Korrespondenzbeziehungen überprüfen sowie die Risiken bezüglich Kryptowährungen und Stablecoins untersuchen, insbesondere im Zusammenhang mit russischen oder belarussischen Aktivitäten.

Es ist notwendig, die Überwachung ungewöhnlicher Zahlungsströme zu verbessern und die Transaktionsüberwachungssysteme zu stärken, um solche Verstöße aufzudecken. Das Paket führt außerdem ein neues Vorgehen ein, das es dem Rat ermöglicht, alle Transaktionen mit Kryptowährungsanbietern in Drittländern zu verbieten – insbesondere solche, bei denen es systematisch nicht gelingt, die Umgehung von Sanktionen zu verhindern. Gleichzeitig hat die Kommission die Frist für die Beratungen zur Überprüfung des MiCA-Reglements auf den 30. September 2026 verlängert. Damit werden auch die Reserven von Stablecoins sowie die Einbeziehung von DeFi-Produkten berücksichtigt. Diese Maßnahmen tragen zusammen dazu bei, die Regulierungsumgebung zu verbessern und sicherzustellen, dass digitale Vermögensanbieter denselben strengen Standards wie traditionelle Finanzinstitute entsprechen.

Die Kombination traditioneller Handelsweisen mit fortschrittlichen Erkenntnissen im Bereich der Kryptowährungen.

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