Der US-Dollar schwächt sich ab – die Chancen für eine Anhebung der Zinsen durch die Fed sinken, und die bevorstehende Zinsanhebung durch die EZB wird als riskant angesehen.

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2026.09.10 Donnerstag 18:04 UND1 Min. Lesezeit

Der US-Dollar-Index (DXY) zeigt einen klaren negativen Trend. Der Index liegt bei etwa 98,70 und bleibt unter dem kritischen Widerstandsniveau von 99,20. Dieser nach unten gerichtete Druck markiert den vierten aufeinanderfolgenden Tag von Verlusten für die Währung. Der Index liegt weiterhin unter den neun- und 50-periodeigenen Exponential Moving Averages (EMAs), die als dynamische Grenzen für jegliche Aufwärtsbewegungen dienen. Der 14-Tage-Relative Strength Index (RSI) liegt bei 37, was auf anhaltenden Nachteilspressionen hindeutet – nicht auf eine sofortige Überlastung der Währung. Die Anleger beobachten diese technischen Level genau. Das Unterstützungsniveau liegt bei 98,71; ein Bruch unter 98,60 könnte dazu führen, dass der Index das Niveau von 98,40 erreicht. Eine bullische Wendung würde erfordern, dass der Index über dem Widerstandsniveau von 99,67–99,70 abschließt – das ist ein Punkt, an dem Preiswiderstände und Moving Averages zusammenkommen.

Die jünge Schwäche des Dollars wird stark durch die veränderten Erwartungen bezüglich der Politik der Federal Reserve beeinflusst. Nach den eher hawkishen Äußerungen des Fed-Präsidenten Christopher Waller, der darauf hindeutete, dass Anzeichen für eine Entwertung des Dollars dazu führen könnten, dass die Zinsen im September unverändert bleiben sollten, ist die Wahrscheinlichkeit eines Zinsanstiegs um 25 Basispunkte auf etwa 50% gesunken. Diese Veränderung in der Stimmung hat dazu geführt, dass die sofortigen Probleme auf dem Arbeitsmarkt nicht mehr als entscheidender Faktor für die Entwicklung des Dollars angesehen werden. Starke Daten bezüglich der nicht-landwirtschaftlichen Arbeitskräfte zeigen, dass der Arbeitsmarkt widerstandsfähig ist – dadurch wird die Notwendigkeit einer aggressiven Geldpolitik, die nur auf Jobverlusten beruht, weniger wichtig. Deshalb konzentriert sich die Marktwelt nun auf die Inflationstatistiken als entscheidenden Faktor, der die nächsten Entwicklungen des Dollars bestimmen wird. Die Investoren positionieren sich nun entsprechend den kommenden Inflationdaten – sie erkennen, dass Preisstabilität, und nicht die Arbeitsmarktsituation, der entscheidende Faktor bei den Erwartungen der Federal Reserve und den daraus resultierenden Währungsbewegungen sein wird.

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