Catch pre-market movers with AI signals.
Die Konzentration sowie das Gefühl der Angst vor dem Verpassen von Chancen tragen weiterhin dazu bei, den Markt zu neue Höhen zu bringen. Doch die Liquidität gibt Anzeichen dafür, dass etwas nicht in Ordnung ist.
Der Aktienmarkt erreicht weiterhin neue Höchststände – schließlich besteht weiterhin die Nachfrage nach Aktien der Chipindustrie. Investoren sind dabei immer bereit, bei jeder Verlustmarke zu kaufen. Doch trotz dieses Anstiegs deuten die begrenzten Marktchancen darauf hin, dass das Risiko einer Konzentration des Marktes zunimmt. Das ist nicht förderlich für einen gesunden Bullenzyklus. Zudem könnte die aktuelle „FOMO“-Mentalität jederzeit umkehren. In der langfristigen Perspektive zeigen sich zunehmend Probleme bezüglich der Liquidität – insbesondere aufgrund der Unsicherheiten im Zusammenhang mit Warsh und der steigenden Renditen. Diese Entwicklungen verdienen daher ernsthafte Aufmerksamkeit.
Aus technischer Sicht steigen die Werte des S&P 500 und des Nasdaq 100 weiterhin auf neue Höchststände. Diese Indizes zeigen weiterhin keine Anzeichen für eine Korrektur. Dies wird hauptsächlich durch den Aufschwung der künstlichen Intelligenz verursacht. Der RSI liegt weiterhin über dem Niveau von 80 – was auf einen starken Aufwärtstrend hindeutet. Allerdings könnte zu jedem Zeitpunkt wieder eine Ausbreitung oder ein Rückgang eintreten. Der Optimismus bezüglich der künstlichen Intelligenz bleibt weiterhin stark, während übermäßige Spekulationen allmählich problematisch werden.
Die Volumenentwicklungen zeigen außerdem, dass das Gefühl der FOMO zunimmt. Wenn man sich den S&P 500 ansieht, bleibt das Volumen der Transaktionen in den letzten Monaten auf durchschnittlichem Niveau. Doch die Handelsaktivitäten im Nasdaq 100 sind höher als in der Zeit vor dem Konflikt zwischen den USA und dem Iran. Investoren kaufen weiterhin Aktien aus der Technologiebranche, insbesondere solche, die mit Halbleitern zu tun haben (Micron, Intel, AMD usw.). Die Technologieaktien treiben den Markt zu neuen Höhen an. Doch das Risiko einer Konzentration des Marktes wird immer deutlicher, da sich der Markt weiter verengt. Sobald die Bewegung aufgrund der KI-Technologien leicht nachlässt, könnte die Korrektur viel schlimmer ausfallen, als erwartet.

Die abnehmende Linie bestätigt weiterhin die starke Konzentration der Aktien auf dem Markt. Obwohl der Nasdaq 100 neue Höchststände erreicht hat, ist die A/D-Linie leicht nach unten gesunken. Das bedeutet, dass in letzter Zeit mehr Aktien gefallen haben als steigen. Eine kleine Gruppe von führenden Unternehmen bewegt die Gesamtindizes nach oben. Allerdings sollte man vorsichtig sein, denn dieser Aufwärtstrend wird nicht vom gesamten Markt unterstützt.

Allerdings erfordern die langfristigen Liquiditätsbedingungen noch mehr Aufmerksamkeit. Die Bilanz der Fed war während der Spannungen im Nahen Osten stetig gestiegen – auch während der schwächelnden Märkte. In den letzten Sessions zeigen sich jedoch Anzeichen von Schwäche in der Liquidität, vor allem aufgrund der Entwicklungen im Bundeshaushalt. Die langfristige Liquidität bleibt somit die Grundlage des aktuellen Bullenzyklus. Ob dieser Trend weiterhin anhalten kann, sollte weiterhin ein wichtiges Thema sein. Da Kevin Warsh als potenzieller nächster Vorsitzender der Fed in Betracht kommt, berücksichtigen die Märkte seine Vorliebe, Zinssenkungen mit einer Reduzierung der Bilanz zu kombinieren, um die Geldpolitik auszugleichen. Angesichts der wieder aufkommenden Inflation aufgrund der steigenden Ölpreise könnte Warsh eine aggressive Reduzierung der Bilanz in kurzer Zeit bevorzugen. Dies würde die allgemeinen finanziellen Bedingungen verschärfen und die langfristige Liquidität untergraben. Das bleibt also ein bedeutendes Risiko für die Märkte.

Der Bondmarkt scheint ebenfalls etwas unsicher zu sein. Der Dollar-Index hat unter das Niveau von 100 gesunken. Dennoch steigen die Renditen der 10-jährigen und 2-jährigen US-Staatsanleihen weiterhin an – vor allem aufgrund des anhaltenden Drucks durch die Ölpreise und der Inflation. Dadurch wird wiederum die Möglichkeit von weiteren Zinsspitzen diskutiert. Der Unterschied zwischen den Renditen der 10-jährigen und 2-jährigen Anleihen bleibt relativ gering – allerdings noch nicht zu alarmierenden Bedingungen. Die Stimmung der Marktteilnehmer bleibt bisher unter Kontrolle. Doch die Möglichkeit von engeren finanziellen Bedingungen kann nicht ausgeschlossen werden – und könnte zu einer wichtigen Kurzfristvariablen werden.

Inflationsängste sowie steigende Renditen haben auch den Goldpreis belastet. Obwohl das Gold weiterhin innerhalb einer niedrigen Schwelle verharrt, zeigt das Muster der abnehmenden Höchststände weiterhin Anzeichen für Vorsicht. Sowohl aus grundlegender als auch aus technischer Sicht ist die Möglichkeit eines verzögerten Zinsschnittes oder sogar weiterer Konjunkturmaßnahmen zu berücksichtigen. Zudem besteht die Möglichkeit, dass die Bilanzkonditionen weiter reduziert werden könnten. In diesem Zusammenhang erscheint Gold nicht mehr geeignet für einen ähnlichen spekulativen Aufschwung wie im Laufe dieses Jahres. Im Gegensatz dazu steht Bitcoin weiterhin auf einem steigenden Trend. Allerdings könnten beide Vermögenswerte unter Druck geraten, wenn sich die Stimmung an den Aktienmärkten verschlechtert. In diesem Fall wäre die aktuelle Positionierung beider Vermögenswerte in naher Zukunft weniger attraktiv.

Daher wird die Marktsituation zunehmend durch Konzentrationen und das Gefühl des „FOMO“ beeinflusst. Investoren kaufen weiterhin Aktien von Chipunternehmen, auch wenn der Markt an Bedeutung verliert. Dieses Ungleichgewicht könnte sich bei einer nachlassenden Stimmung noch verschärfen – ähnlich wie während des spekulativen Aufschwungs im Goldmarkt. Gleichzeitig werden die langfristigen Liquiditätsbedingungen immer besorgniserregender. Obwohl die Liquidität weiterhin die Grundlage des bullischen Marktes darstellt, könnte eine Inflation, die durch Öl verursacht wird, dazu führen, dass die Bilanz weiter reduziert werden muss, um die aktuelle Renditestruktur aufrechtzuerhalten. Das könnte auch dazu führen, dass niedrigere Zinsen erreicht werden können – was wiederum mit Warsh’s politischen Präferenzen sowie Trumps Anforderungen übereinstimmen könnte. Der Markt hat noch nicht diesen Punkt erreicht, aber da die Aktienkurse weiterhin nahe historischen Höchstständen liegen, könnte der „Sturm“ näher und gefährlicher als je zuvor sein.
Unabhängige Investitionsuntersuchungen, die von einem Team an Marktstrategen durchgeführt werden – diese Mitarbeiter verfügen über mehr als 20 Jahre Erfahrung auf der Wall Street sowie in der globalen Makroökonomie. Wir identifizieren hochwertige Investitionschancen im Bereich Aktien, Metalle und Optionen – und zwar durch disziplinierte, datengestützte Analysen.
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