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Bitdeer (BTDR) hat nach dem Verkauf von 273,5 BTC keine Bitcoin-Bestände mehr.
- Bitdeer hat diese Woche 273,5 BTC verkauft – somit hat das Unternehmen keine Bitcoin-Anteile mehr.
- Die Auflösung markiert einen strategischen Wandel von der Spekulation mit Kryptowährungen hin zur Entwicklung von Infrastrukturen.
- Das Unternehmen hat einen Mietvertrag für ein AI/HPC-Datacenter in Norwegen über 4,7 Milliarden Dollar für 16 Jahre erhalten.
- Bitdeer berichtete über einen Anstieg der Bitcoin-Produktion um 322% im Jahresvergleich – bis zu 1.190 BTC im Juli 2026.
- Die A102-Anlage in Malaysia ist nach langfristigen Lieferverträgen vollständig verpflichtet.
Bitdeer Technologies Group hat offiziell seine Bitcoin-Anlagen abgegeben. In dieser Woche wurden insgesamt 265,6 BTC verkauft, und in weiteren Transaktionen noch 7,9 BTC verkauft – insgesamt also 273,5 BTC. Dadurch hat Bitdeer keine Bitcoin mehr auf seinem Bilanzplan. Dies zeigt eine entschlossene Entscheidung, nicht mehr als Spekulationsinvestment in Kryptowährungen zu investieren. Die Abgabe der Anlagen fällt gleichzeitig mit einer strategischen Veränderung hin zu der Entwicklung von Infrastrukturen und High-Performance-Computingservices.
Der Verkauf der verbleibenden Bitcoin-Vorräte unterstreicht Bitdeers Entschlossenheit, seinen Bilanzaufbau auf konkrete Infrastruktureinrichtungen zu konzentrieren. Durch den Verkauf seiner Kryptowährungseigentümer möchte das Unternehmen seine Exposition gegenüber der Volatilität auf den digitalen Wertmarkt reduzieren. Diese Entscheidung passt zu seinen jüngsten Übernahmen von Leasingverträgen für große KI-Datenzentren sowie zur Ausweitung seiner Cloud-Computing-Fähigkeiten. Damit soll die Einnahmequelle stabilisiert werden – indem die langfristigen Einnahmen aus Kunden von KI- und HPC-Diensten bevorzugt werden, anstatt auf die schwankenden Bitcoin-Preise zu reagieren.
Wie erweitert Bitdeer sein AI-Infrastruktur-Potenzial?
Bitdeer hat einen bedeutenden Vertrag über 4,7 Milliarden Dollar für einen 16-jährigen Nutzungsvertrag für seinen Campus in Tydal, Norwegen, abgeschlossen. Der Mieter, eine Tochtergesellschaft von Volta, wird die 121 MW-Infrastruktur zur Verwendung von NVIDIA-GPUs in einem führenden KI-Labor nutzen. Der Vertrag beinhaltet außerdem eine mögliche Verlängerung des Vertrags über bis zu 8,0 Milliarden Dollar – unterstützt durch 1,3 Milliarden Dollar an Krediten von Top-Finanzinstituten. Dieser Deal stellt ein wichtiges Meilenstein dar, da er es ermöglicht, Bitdeers Energieportfolio in einen kontrollierbaren, langfristigen Einnahmequellenbereich umzuwandeln.
Neben dem Leasingvertrag mit Norwegen ist auch Bitdeers Anlage A102 mit einer Leistung von 9,5 MW in Malaysia vollständig an langfristige Lieferverträge gebunden. Der Vertrag ist auf etwa 400 Millionen US-Dollar geschätzt; die Einnahmen sollen ab Q1 2027 entstehen. Diese Verpflichtungen unterstützen Bitdeers größere strategische Zielsetzung, bis Q1 2028 eine Kapazität von 350 MW für künstliche Intelligenz-Datenzentren zu erreichen. Der Austausch über die größere Anlage A201, eine IT-Anlage mit einer Leistung von 21,7 MW, ist derzeit in Bearbeitung.

Das Unternehmen gab außerdem bekannt, dass es ein gemeinsames Minenprojekt mit Soluna Holdings hat. Dabei sollen 28 MW von Ausrüstung in Texas eingesetzt werden. Die Umsetzung ist für September 2026 geplant, wobei die Investitionen schrittweise erfolgen werden. Dieser strategische Schritt erweitert den Einflussbereich von Bitdeer bei der gemeinsamen Nutzung von Minenkapazitäten, während gleichzeitig bestehende Infrastrukturpartnerschaften genutzt werden. Im Bereich der AI-Cloud erzielte das Unternehmen einen jährlichen wiederkehrenden Umsatz von 76 Millionen US-Dollar – die Nutzung von GPUs lag bei 95%.
Welche sind die neuesten Bitcoin-Mining-Metriken von Bitdeer?
Trotz des Verkaufs seiner Bitcoin-Anteile produziert Bitdeer weiterhin signale Mengen an Kryptowährungen. Das Unternehmen berichtete von einem Anstieg der Bitcoin-Produktion um 322 Prozent im Vergleich zum Vorjahr – im Juli 2026 wurden insgesamt 1.190 Bitcoin gewonnen. Die Hashrate beim Selbstminen war etwa 76,7 EH/s, während die Hashrate beim gemeinsamen Minen bei 18,7 EH/s lag. Die Gesamthashrate des Unternehmens betrug 81,7 EH/s.
Dieser Wachstum ist durch einen Anstieg der Selbstmining-Aktivitäten sowie die Optimierung der bestehenden Infrastruktur verursacht worden. Im zweiten Quartal 2026 stieg die Bitcoinproduktion um 377% auf 2.694 BTC – das zeigt die Fähigkeit des Unternehmens, die Mining-Leistung effizient zu steigern. Der angepasste EBITDA-Wert stieg im gleichen Zeitraum um 575% auf 31,1 Millionen US-Dollar. Das Unternehmen gab an, dass es die Offenlegung von Infrastrukturdaten von monatlich auf quartalsweise ausrichten wird, um mit den Gewinnveröffentlichungen übereinstimmen zu können.
Finanziell gab das Unternehmen im zweiten Quartal 2026 Einnahmen von 228,8 Millionen US-Dollar an – das ist ein Anstieg von 47 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Allerdings übertraf das Unternehmen die geschätzten Gewinne pro Aktie nicht: Es erzielte einen Verlust von 0,37 US-Dollar, während die Erwartungen bei 0,32 US-Dollar lagen. Die Cashreserven stiegen von 298 Millionen US-Dollar im ersten Quartal auf 496 Millionen US-Dollar. Die Tydal-Norwegen-Projekte, die voraussichtlich im März 2027 abgeschlossen werden sollen, benötigen zusätzliche Finanzmittel in Höhe von 500 Millionen US-Dollar.
Die Marktstimmung zeigte gemischte Signale – trotz der Erfolge im Bereich der Infrastruktur. Der Aktienkurs von Bitdeer ist seit Anfang des Jahres um etwa 20 Prozent gefallen; am 17. August lag der Kurs bei ca. 9,24 Dollar. Dennoch blieb das Interesse der Institutionen bestehen: Das Duquesne Family Office eröffnete eine neue Investitionsposition in BTDR. Der Fonds kaufte 3,1 Millionen Aktien, was einer Investition von etwa 38 Millionen Dollar entspricht. Dies zeigt Vertrauen in die langfristige Strategie des Unternehmens bezüglich seiner künstlichen Intelligenz-Infrastruktur – trotz der kurzfristigen Preisschwankungen.
Die wichtigsten Risiken sind die Abhängigkeit der Firma von den schwankenden Bedingungen im Bereich des Bitcoin-Mining sowie die operative Herausforderungen bei der Entwicklung neuer KI-Projekte. Die Bruttogewinne bleiben negativ – bei -3,7 %. Die Firma hat Malaysia als kurzfristige Chance für KI-Investitionen identifiziert. Die Analysten stimmen sich einig in ihrer positiven Einschätzung bezüglich des Preises: 20,14 US-Dollar. Dies wird durch die Potenziale der KI-Initiativen beeinflusst. Die langfristige Investitionsstrategie hängt davon ab, ob Bitdeer seine Expertise im Bereich des Blockchain-Mining erfolgreich mit den anspruchsvollen Anforderungen der KI-Datenzentren verbinden kann.
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